Velo parkt mit Gleisanschluss

Shared Spaces – und die Velos?

Beim Augenschein stellt man unschwer fest, die Anzahl VeloPP müsste man nicht verdoppeln sondern gut verzehnfachen!

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Die Zeit für Schild, Vögele und andere Marken scheint abgelaufen. Ladenflächen fallen steigenden Mieten zum Opfer und werden zu Büroflächen umgewandelt, auch an prominenter Lage (Bild: Falknerstrasse). Das geht so: Es entstehen grosszügige Hallen im Eingangsbereich und kleinteiligere Einheiten in den Obergeschossen. Verkaufsflächen im UG stehen leer.

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Neueröffnung: Kleinteilige Büros und grosszügig gestaltete Shared Spaces Meetingräumen, Lounges, Theater-Treppe, Café.

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Im Juni 2020 eröffnet Swiss Prime Site Immobilien AG sogenannte Flexoffices nach dem oben skizzierten Konzept: Kleinteilige Büros und grosszügig gestaltete Shared Spaces, Meetingräumen, Lounges, Theater-Treppe, Café. Praktisch ohne Personal präsentieren sich auch die Filialen der Kantonalbank, das Hotel One und andere Häuser, welche den pitoresken Ort auch als willkommenen Kontrast in einer medial hybriden Welt zu nutzen wissen. Die Rechnung scheint insgesamt aufzugehen, tiefe Betriebs- und wenig Personalkosten schlagen sich positiv zu Buche.

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Leerstand (Ex Per Piedi), keine 20 Meter entfernt, wäre bestens geeignet für eine Velostation. Die für eine Zwischennutzung erforderliche Struktur, die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Immobilienbewirtschafter, ist noch wenig ausgeprägt. Das Potential der Leerstände zu nutzen (siehe Strukturanalyse Detailhandel in Kernzonen) könnten z.B. dem Detailhandel nahestenden Vereine wie StadtKonzeptBasel oder Basel Tourismus.
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Behörden stellen Velostation mit Umgestaltung des Barfüsserplatzes in Aussicht

Der Barfüsserplatz gehört zu den zentralen Plätzen der Stadt: Hier schlendern Einheimische und Gäste über Märkte und die Herbstmesse, sitzen in Boulevardcafés, hier steigen die Meisterfeiern des FCB und finden Konzerte statt.

Im Alltag dient er zudem als Durchgangsort: Die Menschen aus der Region steigen vom einen Tram ins andere um oder spazieren von hier in die Einkaufsstrassen. Ein Wettbewerb soll nun aufzeigen, wie der «Barfi» künftig ganzjährig seiner Rolle als Herz der Innenstadt gerecht werden kann. Er soll dank neuer Gestaltung stärker zum Aufenthaltsort werden.

Für den Wettbewerb und das anschliessende Vorprojekt beantragt der Regierungsrat beim Grossen Rat insgesamt 1,4 Mio. Franken, schreibt das Amt für Mobilität in ihrere Medienmitteilung vom 3.6.2022.

Warum nicht bis dahin eine Velostation im Keller der BLKB, des Flexoffice-Hauses der Prime Site Immobilen AG realisieren? Interessiert, wie es weiter geht, dann abonniere unter info@velop.ch den Newsletter.

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Weitere Beispiele
Velostation statt Verkauf im UG
Velostation Bankverein
Velostation Märthof
Vorgefertige Velobahn
Messe – städtebauliche Chance
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Artikel zum Thema
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Geschrieben von VELOP.CH am Samstag Juni 20, 2020

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