Velo parkt mit Gleisanschluss

VELOP.CH

Gesucht: Basler Velokonzept

Abb. 2.1 Das Bild für Bahnreisende vor Erstellung des Heuwaageviadukts (1970) war stark vom Autoverkehr dominiert. Die Autos prägen das Bild auch heute noch, nur ausgedehnter an der Nauenstrasse. Damit war der Bau einer Fussgängerunterführung beschlossen und sämtiche VeloPP wurden vom Centralbahnplatz in den Untergrund verschoben.

Bei der Neugestaltung des Centralbahnplatzes wurde das Queren mit Auto und Taxi verboten und Veloabstellflächen ins UG verlegt. Das daraus hervorgegangene Veloparking am Bahnhof SBB ist vorbildlich. Der Centralbahnplatz ist damit eine funktionierende Verkehrsdrehscheibe, in den 90er Jahren vorausschauend als Euroville bezeichnet, mit zeitgemässer Infrastruktur für Umsteiger vom Zug auf das Tram, auf den Bus oder auf das Velo. Ein anderes Bild zeigt sich beim Bahnhof Hinterausgang Gundeldingen. Mit den Neubauten Residenz, Meret-Oppenheim-Hochhaus etc. sind viel Raum für VeloPP vernichtet. Die vorgesehene Zahl an VeloPP in den Neubauten ist zu knapp bemessen. Gesucht sind weitere Veloabstellplätze!

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Abb. 2.4 Auch an der Margarethenbrücke wurde im Renovationszyklus der Badarf an Veloverkehrsfläche nicht berücksichtig. Eine zusätzliche Gleisquerung ist im Gespräch.
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Chronik der Planung von Veloabstellplätzen am Bahnhof SBB

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18.1.2022: Mobilitätsstrategie des Kantons Basel-Stadt zur Vernehmlassung aufgelegt bis zum 29. April 2022
Der Bericht zum Stand der Umsetzung des verkehrspolitischen Leitbildes und zum aktualisierten Massnahmen- und Aktionsplan 2018–2021 zeigt, dass in den letzten Jahren in allen Massnahmenbereichen grosse Fortschritte erzielt wurden. Das Amt für Mobilität hat wichtige Grundlagen erarbeitet wie etwa das Umsetzungsprogramm zum Teilrichtplan Velo und das städtische Güterverkehrskonzept. Gemeinsam mit dem Kanton Basel-Landschaft hat der Kanton die Tramnetzentwicklung vorangetrieben und weitere Verbesserungen im Busnetz realisiert. Die Parkraumbewirtschaftung wurde planmässig umgesetzt und eine erste Wirkungsanalyse durchgeführt. Öffentliche Räume in der Innenstadt und den Wohnquartieren konnten im Rahmen der Erhaltungspla-nung aufgewertet werden. Im Mobilitätsmanagement hat sich das Programm „Basel unterwegs“ etabliert und in Verwaltung und Unternehmen kommen immer mehr betriebliche Massnahmen für umweltfreundliche Mobilität zum Einsatz. [...]

Damit mehr Menschen mit dem Velo unterwegs sind, muss die subjektiv als ungenügend empfundene Verkehrssicherheit verbessert werden. Das Veloroutennetz (Basisnetz) soll dazu dienen, komplexe und stark befahrene Verkehrsknoten auf alternativen Routen zu umfahren. Die Lücken in diesem Netz sollen deshalb geschlossen werden (z.B. Bachletten–Gundeldingen, Dreiländereck–Weil Friedlingen). Weiter soll der Veloverkehr ein attraktiveres Angebot öffentlicher Abstellplätze erhalten. Neben kleinen dezentralen Anlagen braucht es dazu als strategische Massnahmen grössere Velostationen an wichtigen Zielen (z.B. Badischer Bahnhof, Innenstadt). An Orten mit hohem Nutzungsdruck sind hierfür auch Lösungen ausserhalb der Allmend denkbar. Neben den öffentlichen Abstellplätzen sollen auch bei privaten Nutzungen die erforderliche Anzahl an Veloabstellplätzen in guter Qualität realisiert werden. Darauf nimmt der Kanton über die Bau- und Planungsgesetzgebung und die Bewilligungspraxis entscheidenden Einfluss.
Quelle: mobilitaet.bs.ch/vernehmlassungen

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10.12.2021: Die Postfinance und die SBB planen einen das Gleisfeld überspannenden Sockelbau und drei Hochhäuser
[Der Veloschwerpunkt Ost droht trotz Zugeständnissen ausgeklammert zu werden.]

Im Kommissionsbeschluss zur Zonenändern Areal Nauentor vom 25. Januar 2021 ist festgehalten: Die Investoren teilten der BRK mit, dass sowohl mit dem Amt für Mobilität als auch auf eigene Faust bislang leider vergeblich nach Lösungen gesucht wurde. Hauptschwierigkeit ist dabei der grosse Höhenunterschied der Start- und Zielpunkte. Die Investoren betonen jedoch, dass die Lösungsfindung Teil des anstehenden Architekturwettbewerbes sein werde. In diesem Sinne könne zum heutigen Zeitpunkt keine Verbindung garantiert werden, da dem Findungsprozess nicht vorweggegriffen werden könne. Die Investoren zeigen sich jedoch optimistisch, dass eine Lösung gefunden werden kann.

Noch im September 2021 organisiert die Planungsgruppe Gundeldingen ein Podiumsgespräch mit RR Esther Keller, dem Projektmanager Samuel Diethelm und Anina Ineichen von Pro Velo und stellt die Frage: Mit dem Velo über den Bahnhof Basel SBB, aber wo? Interessierte erfahren, dass die im Richtplan verzeichnete Veloquerung Ost wegen der Höhendifferenz eher eine Velounterführung sei. Damit scheint die vage Formulierung in der Ausschreibung des Architekturwettbewerbs legitimiert und der Veloschwerpunkt Ost bereits aufgegeben, bevor ein Strich gezeichnet ist.

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Entwicklungskonzept Stadtraum Bahnhof SBB Basel Schlussbericht vom 24.10.2020

Im Handlungsraum Ost sind grossvolumige Bauten mit Infrastruktur und Logistikfunktionen zu finden. Eine Ausnahme bildet die Stadtkante der Gebäude entlang der Centralbahnstrasse. Sie verzahnen sich mit dem Gleisraum. Die Postpasserelle und die Peter Merian-Brücke bilden das Bindeglied zwischen zwei sehr unterschiedlichen Stadtquartieren, verfügen heute jedoch über keine attraktiven Anbindungselemente in die Quartiere. Insbesondere die Postpasserelle ist unattraktiv und aus Richtung Gundeldingen kaum auffindbar. Aufgrund der den Raum überspannenden Volumetrie bildet die Gleisüberbauung Nauentor ein identitätsprägendes Element für den Handlungsraum Ost. Auch hier sind die Möglichkeiten für eine ökologische und stadtklimatische Aufwertung sehr begrenzt. Freiflächen und Grünräume sind kaum in diesem Handlungsraum vorhanden. Die bereits geplanten Transformationen dieser Überbauung und die neuen damit verknüpften Hochpunkte mögen volumetrisch überzeugen. In ihrer Einbindung in den umgebenden Stadtkontext ist der Nachweis für attraktive Eingangs- und Verbindungsräume noch zu erbringen. Voraussichtlich wird dieser Raum als Zugangsraum zu den Perrons durch ein Verschieben der Züge in Richtung Margarethenbrücke längerfristig an Bedeutung verlieren. Die Chance dieser markanten Überbauung als wichtiges stadträumliches Verbindungsstück zwischen den südlichen und nördlichen Quartieren Basels sollte jedoch ergriffen werden. [...]

Auf der Nordseite sind die Velostationen neben der bestehenden am Centralbahnplatz, im Nauentor und im ehemaligen Gleisbereich Elsässerbahn angedacht. Auf der Südseite befinden sich Stellplätze entlang der Gleiskante und sind als integraler Bestandteil künftiger Entwicklungen der Stadtblöcke Bahnhof Süd jeweils zu prüfen.

Der heutige Veloengpass auf dem Centralbahnplatz wird auch weiterhin bestehen bleiben, aufgewertete Veloverbindungen entlang der Nauenstrasse sollen eine interessante Alternative bieten. Die neue Personenunterführung Ost führt die Velos getrennt vom Fussverkehr unter dem Gleisfeld durch und knickt in Richtung östlicher Centralbahnstrasse ab.

Die neue Personenunterführung Ost führt die Velos getrennt vom Fussverkehr unter dem Gleisfeld durch und knickt in Richtung östlicher Centralbahnstrasse ab. Seite Schlussbericht Seite 30
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16.6.2020: Stadtraum Bahnhof SBB: Stadt und Bahn gemeinsam entwickeln

[...] Wachstum und Ausbau führen insbesondere am Bahnhof SBB zu mehr Fahrgästen. Auch wenn die Passagierzahlen wegen der Corona-Pandemie derzeit deutlich tiefer sind, gehen der Regierungsrat Basel-Stadt und der Bund davon aus, dass sich diese erholen werden. Langfristig ist weiterhin mit einem hohen Passagierzuwachs zu rechnen. Um diesen Zuwachs bewältigen und besser abwickeln zu können, braucht es neue Zugänge zum Bahnhof. Ein neuer Hauptzugang – neben dem Zugang via Centralbahnplatz – wird im Bereich des heutigen Bahnhofs SNCF mit der neuen Personenunterführung West entstehen. Diese bietet Zugänge zu allen Gleisen und stellt eine zusätzliche Verbindung zum Meret Oppenheim-Platz her. Die SBB wird diese Personenunterführung im Auftrag des Bundes im Rahmen des Ausbauschritts 2035 realisieren. Weitere Zugänge zu allen Gleisen soll die neue, deutlich breitere Margarethenbrücke bieten. Gleichzeitig soll der Raum zwischen Elsässertor und Markthalle bis 2035 zu einem attraktiven Platz, dem «Markthallenplatz», umgestaltet werden. Die Abwicklung der wachsenden Personenströme erfolgt künftig über den Centralbahnplatz und den «Markthallenplatz», die jeweils Umsteigemöglichkeiten vom Zug auf Tram und Bus bieten. Im Zuge der Ausgestaltung des «Markthallenplatzes» werden zusätzliche Veloabstellplätze geschaffen und die Innere Margarethenstrasse, die den Bahnhof mit der Innenstadt verbindet, soll für den Fuss- und Veloverkehr attraktiver gestaltet werden.

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planungsamt.bs.ch

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18.2.2019: Anzug betreffend Veloabstellplätze rund um den Bahnhof SBB

Wer heute rund um den Bahnhof geht, stellt fest, dass die Velomisere zunimmt und die Fahrräder überall parkiert werden, weil die vorgesehenen Veloabstellplätze überfüllt sind (siehe unhaltbarer Zustand vor Elsässertor, an der Margarethenbrücke und beim Südpark). Ein Problem sind sicher auch die sogenannten Veloleichen. Schrottvelos sind überall zu finden, rund um den Bahnhof und in den angrenzenden Quartierstrassen.

Das Gundeldinger Quartier ist im Besonderen von rücksichtslosem und falschem Parkieren der Drahtesel betroffen, weil die offiziellen Veloparkplätze zu klein und übervoll sind. Da sich das Bahnhofumfeld weiterhin verändern wird – denken wir an die Planungen Margarethenplatz, allfällige Entlastungsmassnahmen für die überlastete Passerelle mit möglichem Ausgang beim Elsässertor, Nauentor – stellt sich die Frage, wie man zukünftig mit der Situation umgehen wird. Von einer weiteren Verschärfung der Situation ist auszugehen.

grossrat.bs.ch

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12.2.2019: Öffentliche Vernehmlassung zum Stadtteilrichtplan Gundeldingen

Damit die Bahnhöfe und S-Bahn-Haltestellen ihrer Primärfunktion als Verkehrsknotenpunkte gerecht werden können, werden die verschiedenen Verkehrsträger möglichst direkt und übersichtlich miteinander verknüpft. Zur Optimierung der Verkehrs- und Umsteigebeziehungen werden er­forderliche Flächen für Bike and Rail (B+R) sowie ein Grundangebot für Park and Ride (P+R) gesichert, sowie Flächen für Bus, Taxi und Carsharing vorgesehen.

Durch eine gute Integration in das städtische Umfeld und attraktiven Querungen wird die Trennwirkung von den Bahnhöfen zwischen den Stadtteilen gemindert. Ein breites Versorgungsangebot gewährleistet, dass die Bahnhöfe Quartierfunktionen übernehmen. Durch die Zentrumsbildung kann ihre Drehscheibenfunktion wiederum gestärkt werden. Im Umfeld von Bahnhaltepunkten besteht zumeist hohes Verdichtungspotenzial.

www.regierungsrat.bs.ch

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06.06.2018: Das verkehrspolitische Leitbild des Kantons Basel-Stadt 2018-2021

[...] Die Umsetzung von Schlüsselprojekten für den Veloverkehr hat eine regionale Ausstrahlung und somit auch eine Signalwirkung für die Veloförderung, die weit über den direkten Nutzen des einzelnen Projektes hinausgeht.

Die Schlüsselprojekte sind im Masterplan Velo (Mai 2017) bereits verankert. Eines der Schlüsselprojekte ist die Velostation am Badischen Bahnhof, einem wichtiger Start- und Zielort und bedeutenden Umsteigeknoten mit grosser regionaler Ausstrahlung. Neben der stadträumlichen Aufwertung durch Aufhebung von Einzelanlagen und der Beseitigung der chaotischen Situation durch wild abgestellte Velos wird die Veloabstellplatzsituation grundlegend verbessert und der Veloparkierdruck reduziert. Der Bau ist ab 2020/2021 geplant.

Die Baukosten werden mit sechs bis acht Millionen Franken beziffert, wobei der Bund einen Beitrag von rund 1,6 Millionen Franken aus dem Agglomerationsprogramm der 1. Generation bereits gesprochen hat. Zudem ist ein Antrag auf Mittel aus dem Pendlerfonds vorgesehen. Weitere Schlüsselprojekte sind die Fuss- und Velobrücke Zolli (Bauphase ab 2021) und die Erweiterung der Veloabstellplätze auf der Südseite des Bahnhofs Basel SBB (Provisorien ab 2018). Ebenfalls zu den Schlüsselprojekten gehören Velostationen in der Basler Innenstadt (Realisation 2023–2026). Erste Planungen für eine innerstädtische Velostation im Bereich Heuwaage hat das Amt für Mobilität 2017 begonnen.

Quelle: Verkehrspolitisches Leitbild und Massnahmenplan 2018-2021

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Update vom 13.9.2017 ersetzt das Konzept für Veloabstellplätze vom 20.10.2012

Der Bahnhof Basel SBB ist eine attraktive Verkehrsdrehscheibe von regionaler, nationaler und internationaler Bedeutung. Er wird sowohl von Kundinnen und Kunden der Bahn und des öffentlichen Verkehrs, aber auch von Einwohnerinnen und Einwohnern Basels sowie von Besuchenden als Dienstleistungszentrum genutzt. In den kommenden Jahren wird eine deutliche Zunahme der Bahnhofsnutzer erwartet. Das wird verschiedene Sanierungs-, Umbau- und Erweiterungsmassnahmen mit sich bringen. Als Beispiel seien hier zusätzliche Gleise auf der Südseite des Bahnhofs genannt. Diese Massnahmen haben grosse Auswirkungen auf die zur Verfügung stehenden Flächen rund um den Bahnhof und zwar bereits während der Bauphasen. In diesem Zusammenhang werden auch das Angebot und der Bedarf an Abstellplätzen für Velofahrerinnen und Velofahrer geprüft.

Das Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt hat zusammen mit der SBB die Inhalte des Konzepts für Veloabstellplätze aus dem Jahr 2012 auf einen aktuellen Stand gebracht: Auf der Nordseite konnten in der Zwischenzeit zwei Veloabstellanlagen realisiert werden (2016 das SBB Veloparking bei der Posttreppe mit 200 Plätzen sowie 2017 die SBB Velostation Nord unter dem Centralbahnplatz mit 545 Plätzen). Auf der Südseite soll das derzeit bestehende Angebot von 720 Veloabstellplätzen auch während den Bauarbeiten sichergestellt werden, was Umplatzierungen der Veloabstellplätze bedingen wird. Darüber hinaus wird eine Erweiterung des Angebots um 500 Veloabstellplätze angestrebt. Das Amt für Mobilität des Bau- und Verkehrsdepartements und die SBB werden gemeinsam die im aktualisierten Übersichtsplan dargestellten Massnahmen vorantreiben und sich weiterhin für die Schaffung von ausreichend Veloabstellplätzen im Bereich des Bahnhofs einsetzen.

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Update Veloparkierung am Bahnhof Basel SBB. Quelle: bs.ch (PDF)
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Synthesebericht Zukunft Bahnknoten Basel vom 18. April 2017
[Bemerkung: Der Veloschwerpukt West von 20.10.2012 existiert inzwischen nicht mehr]

Im Bereich des zukünftigen Markthallenplatzes werden heute je nach Jahreszeit schätzungsweise bis zu ca. 1‘000 Velos wild parkiert. Durch den Bau der Personenunterführung West und die neue Margarethenbrücke mit direkten Abgängen zu den Perrons wird der Bedarf an Veloabstellplätzen in diesem Bereich weiter zunehmen. Ziel ist, den neuen Markthallenplatz frei von parkierenden Velos zu halten und die ganze Fläche den Fussgängern zur Verfügung zu stellen. Es sollen deshalb ca. 2‘500 unterirdische Veloabstellplätze geschaffen werden. Für die Lage und die Zufahrt eines neuen Veloparkings wurden verschiedene Varianten untersucht. Als Bestvariante soll folgende Anordnung weiterverfolgt werden:

Das 1. Parking-Untergeschoss des Elsässertorgebäudes wird in ein Veloparking mit einer unterirdischen Erweiterung unter dem Markthallenplatz umgebaut. Die Umnutzung setzt das Einverständnis der Eigentümerin des Elsässertorgebäudes voraus. Ansonsten muss das gesamte Veloparking unter Allmend (unter dem Markthallenplatz) gebaut werden.

Die Erschliessung des Veloparkings erfolgt von Westen ab der Viaduktstrasse (westlich des Knotens Markthalle) und von Osten ab der Centralbahnstrasse. Durch die Lage der Zufahrten kann der Knoten Markthalle vom Veloverkehr entlastet werden.

Die Kosten für das Veloparking werden auf CHF 19.5 Mio. geschätzt (exkl. MwSt., Kostengenauigkeit ±30%).

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Situation Veloparking. Quelle: bahnknoten-basel-f.ch
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Das Parking unter dem Elsässertorgebäude sowie die Parkflächen westlich der Margarethenbrücke zwischen dem Roche-Gebäude an der Viaduktstrasse 33 und den Bahnanlagen sind heute für den MIV über eine Zufahrtsrampe ab der Centralbahnstrasse West erschlossen. Diese Zufahrt steht stark im Konflikt mit den Fussgängerströmen der neuen Personenunterführung West und belastet den Knoten Markthallenbrücke und die Centralbahnstrasse. Für den Fall, dass eine neue Personenunterführung West erstellt werden soll, wurde untersucht, ob die heutige Zufahrt aufgehoben (bzw. auf eine Velo-Zufahrt reduziert) und ein Ersatz an einer weniger konfliktreichen Stelle geschaffen werden kann. Ein umfassendes Variantenstudium ergab, dass die Erschliessung für PW und LW (inkl. Anlieferung) vorzugsweise über eine neue Zufahrt ab dem Erdbeergraben erfolgt. Die neue Strasse führt über den Bereich der heutigen Abstellgleise West des Bahnhofs Basel SBB zum Elsässertor. Die Ein- und Ausfahrt in das 2. Untergeschoss des Elsässertor-Parkings erfolgt neu von Westen. Das 1. Untergeschoss wird wie in Kapitel 7.5.4 beschrieben in ein Veloparking umgewandelt oder umgebaut.

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Situation Zufahrt für PW LKW vom Erdbeergraben bei Bau PU West. Quelle: bahnknoten-basel-f.ch
Update: Neues Parkhaus mit 300 Parkplätzen (unter dem Erbeerengraben gelegen) sind bewilligt. bzbasel.ch am 21.12.2021
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15.10.2016: 200 VeloPP am Ostflügel Bahnhof SBB

Das Basler Parlament gab 2010 grünes Licht für mehr kommerzielle Nutzung am SBB, verdonnerte die SBB jedoch gleichzeitig dazu, 700 zusätzliche Veloparkplätze am Bahnhof zu realisieren. Im Oktober 2016 wurden 200 Abstellplätze fertiggestellt (siehe Bild). Die Anlage von der Planung bis zur Erstellung schlug 600'000 CHF zu Buche. Das Resultat ist eine Anlage, wo bis 200 Velos in einer Rinne einige Treppenstufen hochgeschoben und in engen Platzverhältnissen in doppelstöckige Abstellplätze versorgt werden können. Für E-Biker oder Velofahrer mit Gepäck kein leichtes Unterfangen. Keine 50 Meter entfernt liegt die 'Rostwurst' der PTT mit chronisch unterbelegten Autoabstellplätzen.

«In jeder anderen Stadt ist der Kanton am Bahnhof für neue Veloplätze und ihre Finanzierung zuständig. In Basel ist es aber anders» sagt Urs-Martin Koch, Netzentwicklung SBB. Es sei auch noch offen, ob der Kanton oder die SBB die neuen Abstellplätze im Velokonzept finanziere werde – das müsse noch ausgehandelt werden (siehe unten: Medienmitteilung).

Abb. 2.5 Die Anlage beim Ostflügel Bahnhof SBB zählt 200 VeloPP und hat CHF 600 000 gekostet.
Weil umständlich und dem Wetter ausgesetzt ist die Bewirtschaftung nicht realistisch.
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Weitere 500 Veloparkplätze kommen in den Bereich Haupteingang unter den Centralbahnplatz, in dem bisher ein VIP-Autoparking befand. Die neuen Veloparkplätze sind doppelstöckig und kosten einen Franken am Tag. Die SBB investieren total 1,5 Millionen Franken. Damit sind für die SBB die Hausaufgaben betreffen Veloabstellplätzen gemacht.

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22.3.2016: Veloparkplatz-Situation beim Coop Südpark, Güterstrasse 125 (Anzug 14.5438.02)

Die Zahl der Veloabstellplätze im gesamten Bereich des Bahnhofeingangs Gundeldingen beträgt derzeit rund 800. Aufgrund dieses Berichts beantragen wir, den Anzug (Anzug 16.5256.01) Michael Wüthrich und Konsorten betreffend Veloparkplatz-Situation beim Coop Südpark, Güterstrasse 125 abzuschreiben.

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19.11.2014: Veloparkplatz Situation beim Coop Südpark (Anzug 14.5438)
Die Regierung wird gebeten zu prüfen und zu berichten, wie in unmittelbarer Nähe des Eingangs zum Coop Südpark zusätzliche Abstellplätze für Velos eingerichtet werden können
wie die bestehenden Veloparkplätze durch Vergrösserung der Nachfrage angepasst werden können.

Dazu schreibt die Regierung: Seit der Einreichung des Anzugs hat sich die Situation im Bereich des Bahnhofeingangs Gundeldingen stark verändert. Die Meret Oppenheim-Strasse wurde verlegt und liegt nun näher bei den Gleisfeldern des Bahnhofs SBB. Wegen dieser Verschiebung mussten die unter der Passerelle gelegenen Veloabstellplätze ebenfalls anders platziert werden. Seit Sommer 2015 können Velos und Motorräder auf dem Meret Oppenheim-Platz parkiert werden, womit das Ziel von rund 500 Veloabstellplätzen im Bereich des Bahnhofeingangs Gundeldingen erfüllt ist. Der anstehende Bau des Meret Oppenheim-Hochhauses wird weitere Veränderungen in diesem Gebiet auslösen, einerseits durch Einschränkungen infolge der Bautätigkeit und andererseits durch veränderte Nutzungen nach dem Bezug des Gebäudes.

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20.10.2012: Konzept für Veloabstellplätze am Bahnhof Basel SBB

Die von SBB und Kanton Basel-Stadt angedachten Veloabstellanlagen befinden sich derzeit ausschliesslich auf Grundstücken der SBB. Realisiert werden sollen diese Anlagen vorwiegend im Zusammenhang mit anstehenden beziehungsweise noch zu planenden Grossprojekten von SBB Immobilien und SBB Infrastruktur – wie Gleisfelderweiterung, Gleisfeldquerung West bzw. Ost, RailCity Westflügel, Logistik MOS, Baufeld B – und gegebenenfalls mit weiteren städtebaulichen Entwicklungsprojekten Dritter. Zur Erfüllung der Vorgaben des Gegenvorschlages zur Städteinitiative ist der Kanton Basel-Stadt angehalten, den ÖV und den nicht motorisierten Individualverkehr zu stärken. Im Rahmen dieser Planungen sieht der Kanton deshalb die Realisierung zusätzlicher Veloabstellanlagen im Bahnhofsumfeld vor. Kosten für Erstellung, Betrieb und Unterhalt der Anlagen. Das vorliegende Konzept sieht keine Regelung vor, wie die Kosten für Erstellung, Betrieb und Unterhalt der angedachten Anlagen zwischen SBB und Kanton Basel-Stadt – sowie möglicherweise weiteren Beteiligten – aufgeteilt werden sollen.

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Abb. 2.6 aus Absichtserklärung zur Veloparkierung am Bahnhof Basel SBB vom Basel (PDF) vom 20. Oktober 2012

Der Kostenteiler soll bei der allfälligen Planung und Realisierung einzelner Anlagen jeweils im Rahmen einer konkreten Vereinbarung verhandelt werden. Aus dem vorliegenden Konzept entstehen deshalb keine gegenseitigen verbindlichen Verpflichtungen zur Realisierung und Finanzierung einer definierten Anzahl Veloabstellplätze an den angegebenen Veloabstellanlagen.

medienmitteilungen.bs.ch (PDF)

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Nach der schrittweisen Umsetzung der gesamtstädtischen Verkehrsmassnahmen steht das Konzept für begleitende Massnahmen im Quartier noch immer aus. Trotz Regierungsratsbeschluss vom Juni 2005 fehlt eine Massnahme für die Umleitung des «kleinräumigen» Durchgangsverkehrs. Die Initianten des sogenannen Gundelinger Manifests legen ihren Fokus nebst dem Verkehrskonzept Gundeldingen auch auf die Entwicklung des Dreispitzareal und den Anschlüssen rund um den Bahnhof Basel SBB.

Gundeldinger Manifest (PDF) vom 20.04.2010

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Strukturanalyse der Parkfläche am Gleisfeld

Abb. 2.7 Mit dem Cityring wurde die Viaduktstrasse vor der Markthalle 4-spurig. Das Velo-Fiasko akzentiert sich aber erst mit dem Rückbau des Lagerschuppens (Bild links) 2005: Nicht nur Raum für die sichere Veloverbindung ist dahin, vernichtet werden mit der Überbauung Elsässertor ca. 2000 komfortable, regengeschütze VeloPP. Seither werden Velos zwischen den Birken abgestellt. Ein unbefriedigender Zustand für alle, der bis heute andauert.

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Abb. 2.8 Mit den Neubauten am Gleisfeld ist teilweise mehretagige Fläche für AutoPP stetig gewachsen (rosa/violett). Gleichzeitig ist trotz wachsendem Bedarf die Veloabstellflächen (braun) praktisch gleich geblieben. Die Initiative 'Sicheres Parkhaus für Auto, Velo und die Spedition' schlägt ein Konzept vor (gelb), welche für Velopendler wie auch Parkhausbewirtschafter interessant ist.

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Veloinfrastruktur auf standby

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Abb. 2.2 Peter-Merian-Brücke / Postpassage: Ein Velopendlerweg in vielerlei Hinsicht unterbelichtet.
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Abb. 2.3 Meret-Oppenheim-Strasse: Teer für den Flixbus, Tritt-Kies für die Velofahrer. 
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Artikel zum Thema
Mehr Abstellplätze im Baselbiet bazonline.ch am 7.4.2022
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P wie Passerelle West
N wie Negrellisteg
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Quellen
Update Veloparking (PDF) vom Amt für Mobilität am 13.9.2017
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Geschrieben von VELOP.CH am Samstag Juni 25, 2016

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