Cargo SBB ist sauber geworden und rollt elektrisch. Trotzdem wird immer weniger auf der Schiene geliefert. Nicht einmal Koffer und Waren für Rail-City werden auf der Schiene bedient. In der Folge verkehren immer mehr Lastwagen, Velos bleiben auf der Strecke.
Es ist auffallend, dass [die Regierung des Kanton Basel-Stadt] zahlreiche «Velo-Anzüge» – teilweise entgegen dem Antrag des Regierungsrates – immer wieder stehen [lässt], weil die Anliegen nicht oder mit sehr grosser Verzögerung umgesetzt werden.
An der Margarethenbrücke wurde im Renovationszyklus der Badarf an Veloverkehrsfläche nicht berücksichtig.(mehr …)
Bei der Belieferung von Coop Supermärkten setzt Coop Zürich seit 2025 auf die Schiene. Für den Transport von der Verteilzentrale zum Logistik-Hub nutzt die Coop-Tochter Railcare spezielle Wechselbehälter. Diese fahren mit abgasarmen Camions weiter zu den mehr als 70 Coop-Supermärkten in der Stadt. Auf der Retourfahrt wird Recycling- und Verpackungsmaterial befördert. Das entlastet den Fernverkehr und schont die Umwelt.
RailCare Am Kohlendreieck (grosses Gebäude rechts) mit 2 Gleise (1 Abstellgleis und 1 Umschlagsgleis à je ca. 134 m), Lagerkapazität: ca. 600 m2 für Wechselbrücken (gesamte Fläche gemäss Mietvertrag ca. 1’919 m2), 4 ContainerMover mit einer Kapazität von 30 Umschlägen(mehr …)
Seit 1901 wurde das Dreispitzareal Basel mit der Bahn erschlossen. Ab dem Jahr 1994 erfolgte die Bedienung über eine elektrifizierte Strecke direkt ab Rangierbahnhof Muttenz. Es musste keine Strasse, keine Tramlinie mehr für Züge gesperrt werden.Nachschub für Verteilerzentrum wird fortan mit Lastwagen statt Bahn beliefert.
Der Bahnhof Basel SBB trumpft heute mit 2 Logistikzentren auf, deren Konzepte unterschiedlicher nicht sein könnten:Spedition 1980 (SBB, Post) mit Autobahn- und Gleisanschluss und Logistik 2022 (Spedition privat). Hauptkritikpunkt: Das neue Logistikzentrum Meret-Oppenheimstrasse erreichen LKWs von der Autobahn nur über Umwege. Weil im Meret-Oppenheim-Hochhaus wider Erwarten keine Verkaufsflächen vermietet sind, werden auf diesem Umweg praktisch 100% der Waren per elektrische Warenzüge durch die ausgediente PU im UG Westflügel geliefert. Die Besteller sind Gastrobetriebe, Migros, Läden mit Produkten des täglichen Bedarfs, Kleider, Zeitungen sowie das SBB Reisebüro.
Güterzüge und Gleisanlagen sind aus dem städtischen Raum verschwunden, schreibt Lukas Stadelmann in seinem Artikel ‚Ohne Güter keine Stadt‘ im Hochparterre vom Juni 2021. Zwar verpflichtet das Gütertransportgesetz die Kantone seit 2010 zu Gleisanschlüssen für Industriegebiete. Die Tendenz zu immer mehr und immer kleineren Einzelsendungen sowie die fehlenden Empfangsstrukturen in den Städten lassen diese Gleise jedoch ungenutzt. Beim alpenquerenden Güterverkehr ist der politische Wille zur Verlagerung auf die Schiene klar formuliert, doch im Binnenmarkt scheitert dies am Markt und an der gebauten oder verbauten Realität.
Personenverkehr verdrängt Post- und Güterverkehr beim Bahnhof. Selbst die Versorgung der Bahnhöfe wird über die Strasse abgewickelt Siehe auch: Paul Bachmann, Rheinfelden.(mehr …)
Das Streichen der Stellen auf der Post Basel 2 beim Bahnhof SBB Basel ist exemplarisch für die schweizweite Straffung der einst wegweisenden Paketpostlogistik. Wohin mit dem Post-Reiterbau? Was anfangen mit dem Posttunnel? Was passiert mit den Elektro-Töffs? Was wird aus den Pöstlern?
Heute schwärmen die Pöstler noch aus, bei der Post Basel 2. Was wird morgen sein? Foto VELOP.CH(mehr …)
Dieselgestank, Russ und Lärm… Cargo SBB ist sauber geworden und rollt elektrisch. Trotzdem wird nicht mehr per Schiene geliefert, nicht einmal an die grossen Bahnhöfe der Schweiz. Das tangiert auch die Velosicherheit. DemBahnhofquartier drohen aber wegen zukünftiger Hoch- und Tiefbauprojekte velotoxische Zustände, die hier im Detail aufgedröselt dargestellt sind.
Parkplätze erzeugen Strassenverkehr
Bei Hochbauprojekten der SBB tun sich Veloabgründe auf: Das Nauentor bietet Raum für das Zusammenwirken verschiedener Nutzungen und Menschen. In den oberen Geschossen wird ein Beitrag zu dem in Basel dringend benötigten Wohnraum mit einem Anteil von etwa einem Drittel geschaffen, ist der Projektseite zum Areal Nauentor zu entnehmen. Im Detail offenbart sich bei der Planung der Strassenanschlüsse eine Priorisierung für die Autos, Veloinfrastruktur wird zwischen den Interessen zerrieben. Dagegen regt sich Widerstand aus dem umbliegenden Quartierbevölkerung.
Eine Flut von Luftfracht-Paketen, Elektrogeräte, die nicht den EU-Standards entsprechen und fast wirkungsloser Sonnenschutz – die Kritik an der chinesischen Shopping-Plattform Temu reisst nicht ab. «Kassensturz» zeigt, wieso Konsumierende trotzdem bei Temu einkaufen.
Um den Wagenladungsverkehr in der Schweiz rentabel und nachhaltig zu betreiben, wurden in den letzten Jahren Lösungen für die Sanierung schlecht ausgelasteter Bedienpunkte erarbeitet. Insgesamt hat SBB Cargo die Sanierung von 155 sehr schlecht ausgelasteten Bedienpunkten geprüft. Im Durchschnitt wurde an diesen Punkten weniger als ein Wagen pro Tag befördert. 128 der sehr schlecht ausgelasteten Punkte werden seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2012 nicht mehr bedient.
Agglomerationsprogramm Basel skizziert einen Tiefenbahnhof unter der Bahnhofshalle (youtube.com vom 11.7.2022, Bild links), PLANBASEL präsentiert ihre Vision einer Magnetschwebebahn (youtube.com 2021), die Vereinigung Regio Basilsensis zeigt Umsteiger am Ostflügel (Bild rechts). Medienmitteilung vom 15.2.2023 (PDF).